🧭 KI und Reisen – smarter unterwegs
- neustartplusKI

- 1. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wie zwei Freunde entdecken, dass digitale Intelligenz auch auf Radreisen den Weg weist

Der Duft von Kaffee lag in der Luft, als Ruth ihr Tablet startete. Die 67-Jährige war voller Vorfreude: In wenigen Tagen sollte es losgehen – eine Radreise entlang der Donau, von Passau bis Wien. Doch diesmal wollte sie nicht mit Landkarten hantieren. Sie ließ eine KI-App die Route planen.
Ihr Radclub-Kollege Walter, 71, sah das skeptisch.„Früher hat man sich einfach treiben lassen“, knurrte er.Ruth grinste: „Früher hatte man auch keinen Rückenwind aus der Steckdose.“
Walter war überzeugt, dass eine App keine Abenteuer planen könne. Er vertraute auf sein Gespür und ein paar handschriftliche Notizen. Ruth dagegen genoss, wie mühelos die KI die schönsten Etappen, sanften Steigungen und gemütlichen Gasthöfe heraussuchte.„Schau, hier – mit Aussicht auf die Schlögener Schlinge!“, schwärmte sie.„Das ist doch kein Reisen mehr, das ist Excel mit Aussicht“, spottete Walter.
Die ersten Kilometer liefen wie geschmiert. Die Sonne spiegelte sich in der Donau, und Ruth fühlte sich bestärkt in ihrer Entscheidung. Doch kurz hinter Linz änderte sich das Bild: Eine Baustelle blockierte die Strecke, die Umleitungsschilder endeten im Nichts.„Tja, und jetzt?“, fragte Walter spitz. „Frag mal dein allwissendes Orakel!“
Ruth tippte kurz auf ihr Display.„Alternative Route ohne Steigung und mit Café-Stopp.“Sekunden später meldete sich die Stimme der App:„Ich habe einen neuen Weg gefunden – landschaftlich schön, zehn Minuten länger. Mit Café Sonnendeck direkt an der Strecke.“
Wenig später saßen sie bei Apfelstrudel und Cappuccino am Flussufer.Walter musste lachen. „Na gut, diesmal hat dein Blechengel gewonnen.“„Kein Engel“, meinte Ruth. „Eher ein stiller Mitfahrer, der nie meckert.“
Der Rest der Etappe lief reibungslos. Die KI lotste sie sicher durch kleine Orte, fand spontane Unterkünfte und erinnerte sogar ans Akku-Laden des E-Bikes.
Am dritten Tag fiel das WLAN aus. Die App streikte.„Jetzt ist Schluss mit dem Zauber“, murmelte Walter. Doch Ruth hatte gelernt: Die Technik ist nur so klug wie ihre Nutzer.Sie öffnete die gespeicherten Offline-Karten und führte die Gruppe selbst weiter.„Siehst du“, sagte sie. „Wir beide – Mensch und Maschine – ergänzen uns ganz gut.“
Beim abendlichen Blick auf die Tagesstatistik staunte selbst Walter:Kilometer, Höhenmeter, Energieverbrauch – alles fein säuberlich protokolliert.„Das hätte ich früher alles handschriftlich notiert“, meinte er.Ruth lächelte. „Jetzt bleibt mehr Zeit fürs Strudelessen.“
Beide prosteten sich mit Wasserflaschen zu. Die Sonne versank über der Donau, und irgendwo zwischen Nostalgie und Neugier war eine neue Freundschaft entstanden – auch mit der Technik.
Künstliche Intelligenz ersetzt nicht das Erleben, aber sie erweitert es.Sie plant, erinnert, hilft – doch den Weg gehen wir selbst.Erfahrung, Intuition und Offenheit bleiben die besten Reiseführer.
KI ist der smarte Rucksack, der uns begleitet, ohne uns zu tragen.
Probier’s bei deiner nächsten Tour:Lass die KI die Route planen, aber nimm deine Neugier mit.
KI sorgt für Orientierung – du für die Geschichten, die unterwegs entstehen.


